Gestaltungsberatung

Mit der „Gestaltungsberatung“ wird dem Mandant basierend auf seiner Ist-Situation dargestellt, welche Schritte nötig sind, um eine steuereffiziente Unternehmensstruktur zum Betrieb operativer sowie vermögenverwaltender Einheiten aufzubauen. Dabei lernt der Mandant die Vor- und Nachteile diverser Rechtsformen kennen und durch deren Kombinationen sinnvoll zu nutzen.

 

Erfolgreiche Unternehmer gehen dabei den Weg, Erträge aus der operativen Gesellschaft in die Holding auszuschütten und von dort in neue Projekte zu investieren. Ein solches Investment könnten beispielsweise Immobilien in einer vermögensverwaltenden Kapitalgesellschaft sein, da durch die erweiterte Kürzung der Gewerbesteuer nur 15,825% (Körperschaftsteuer inkl. 5,5%  Solidaritätszuschlag darauf) anfallen.

 

Um den Vorteil gegenüber eines Privat-Investments darzustellen, gibt die folgende Tabelle einen Überblick:

Leistungen

Die obige Tabelle stellt dar, dass schon bei Ausschüttung in eine Holding grundsätzlich 24,814% mehr vom Kapital übrig bleiben kann. Gibt die Holding die Ausschüttung in eine vermögenverwaltende GmbH zum Erwerb einer Immobilie weiter, werden die Erträge daraus grundsätzlich um 28,485% geringer besteuert, als im Privatvermögen.
 
Auch wenn die obige Tabelle schon eindrucksvoll zeigt, welche Vorteile generiert werden können, gibt es noch weitere Möglichkeiten, über die ich Sie gerne informiere.

  1. GmbH als Holding mit Tochter-GmbHs als operative Einheiten

  2. GmbH als Holding mit vermögenverwaltender Tochter-GmbH

  3. Einbindung einer oder mehrerer Genossenschaften in die Unternehmensstruktur; Förderung der Mitglieder

  4. Stiftung als Holding (Familienstiftung); sinnvolle Höhe des Stiftungsvermögen, Handhabung / Vermeidung Erbersatzsteuer

  5. Steuerlicher Vermögensaufbau mittels gemeinnütziger Stiftung

  6. Nutzung des Investitionsabzugsbetrages („IAB“ gemäß § 7g EStG) zur Verschiebung von Besteuerungsergebnissen; Kombination von Investition und IAB in verschiedenen Einheiten der Struktur.

  7. Optimaler Einsatz des Eigenkapitals zum Vermögensaufbau;

  8. Vermögenverwaltende GmbH: erweitere Kürzung der Gewerbesteuer bei Vermietung von Grundbesitz; Schachtelprivileg bei Dividenden und Veräußerungsgewinnen aus Anteilen von Kapitalgesellschaften.

  9. Vorteile des Verkauf eigenen Vermögens innerhalb seiner eigenen Struktur

    1. Verkauf eines Einzelunternehmens an einer operative GmbH (innerhalb der Struktur) gegen Privat-Darlehen (ggf. Bankdarlehen), mit dem Ziel, den Erlös auf der privaten Ebene durch spezifische Maßnahmen letztlich nicht zu besteuern. Steuerfreie Überführung der Erlöse der GmbH durch Tilgung Privat-Darlehens oder volle Liquidität durch Bankdarlehen. Steuervorteil, da die GmbH den Wert des Einzelunternehmens abschreiben darf.

    2. Verkauf einer privaten Immobilie nach 10 Jahren steuerfrei in die vermögensverwaltende GmbH, wobei Grunderwerbsteuer anfällt, die durch die höhere Abschreibungsbemessungsgrundlage und die niedrigere Ertragsbesteuerung schnell amortisiert ist. Oder Sie verkaufen nur einen Anteil und vermeiden die

  10. Einbringung (im Wege der Ausgliederung) eines Einzelunternehmens unter Buchwertfortführung in die Struktur, ohne eine Besteuerung auszulösen. Dies ist mit einer Rückwirkung von 8 Monaten möglich, wobei einbringungsgeborene Anteile sieben Jahre nicht veräußert werden dürfen, sonst verliert man die Steuerfreiheit zeitanteilig.

  11. Überführung von Immobilien ggf. aus Bruchteilseigentum (mit dem Ehegatten) auf eine vvGmbH ohne Grunderwerbsteuer auszulösen.

  12. EWIV*: Die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung ermöglicht es, operative Gewinne steuerfrei in der EWIV zu „parken“, um diese für Kosten neuer Projekte zeitversetzt oder in einer anderen Einheit einzusetzen.

 

*Diese Struktur erfordert ein europäisches Partnerunternehmen, das operativ tätig sein muss und ebenfalls Mitglied in der EWIV sein muss. Andere europäische Staaten haben deutlich günstigere Ertragssteuersätze (bspw. 10%) als Deutschland mit ca. 30%. Die EWIV ist eine Hilfsgesellschaft, so dass diese nicht alle Geschäfte vornehmen kann; bspw. kann die EWIV keine Darlehen vergeben. Eine sinnvolle Tätigkeit ist das Forderungsmanagement für die Mitgliedsunternehmen. So erhält die EWIV die finanziellen Mittel, die wieder per Kostenanforderung verteilt werden können.